Was macht die Rechtsmedizin, wenn sie nicht obduziert? (Vortrag von Eva Scheurer)

Blutige Tatorte und mysteriöse Todesfälle – das ist, was viele mit Rechtsmedizin verbinden. Doch was passiert, wenn kein Krimi-Drehbuch Regie führt, sondern echte Wissenschaft? Hinter den Türen eines Instituts für Rechtsmedizin arbeiten Ärztinnen, Naturwissenschaftler, Fotografinnen, Chemiker und viele weitere Spezialistinnen Hand in Hand: Sie untersuchen Spuren, analysieren DNA, prüfen Giftstoffe, erstellen Altersgutachten oder klären, ob jemand fahrtüchtig ist. Sie fahren zu Leichenfundorten, durchleuchten Körper mit CT und MRI, dokumentieren Beweise und schreiben Gutachten, die vor Gericht den Unterschied machen können. Dabei geht es nicht nur um Wissenschaft, sondern auch um Menschen: Gespräche mit Angehörigen, Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz, Abwägungen in ethisch schwierigen Situationen. Die Rechtsmedizin begegnet gesellschaftlichen Herausforderungen wie Gewalt, Drogenmissbrauch oder Verkehrssicherheit und arbeitet unter engen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Dieser Vortrag öffnet den Blick in eine faszinierende Welt, in der Präzision, Teamarbeit und ein feines Gespür für Menschen und Details darüber entscheiden, ob Wahrheit ans Licht kommt. Und er zeigt, warum Rechtsmedizin manchmal ganz ohne Obduktion beginnt – und trotzdem mitten ins Herz der Gerechtigkeit führt.

 

Datum:Mittwoch, 18. FEBRUAR 2026
Zeit:18 Uhr
Ort:Institut für Rechtsmedizin Pestalozzistrasse 22, Bibliothek
Anmeldung:bis zum 15. Februar 2026

Im Anschluss an den Vortrag wird ein Apéro serviert, zu dem Sie herzlich eingeladen sind.

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